MILNAS GESCHICHTE:

Die Gemeinde Milna wurde im 17. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich rund um das Anwesen der Familie Cerinić. Diese Adelsfamilie aus Nerežišće wählte die Bucht von Milna, um dort ihre Festung und eine kleine Kirche zu errichten. Um sie herum wuchs dann das Dorf und im Jahr 1783 wurde die barocke Kirche Mariä Verkündigung gebaut. Eine weitere und besondere Stätte des kulturellen Erbes dieser Gemeinde sind die Ruinen der kleinen gotischen Kirche in der Bucht Osibova. Mit Milna verbindet sich die interessante geschichtliche Tatsache, zur Zeit der Napoleonischen Kriege im Jahr 1820 hatte nämlich die russische Flotte gerade in Milna ihren Marinestützpunkt.
Milna ist von Natur aus ausgerichtet zum Meer und ist bekannt für seine Reeder und Kapitäne, deren Segelschiffe durch das Mittelmeer und durch ferne Ozeane segelten. In der Mitte des 19. Jahrhunderts haben die Schiffswerften von Milna ganze 16 Segelschiffe hervorgebracht. Das Prototyp des berühmten dalmatinischen Bootes Bracera entstand in Milna und sein Name rührt von Brazza her, vom italienischen Namen für diese Insel.

KURZE BESCHREIBUNGEN DER EINZELNEN DÖRFER IN DER GEMEINDE VON MILNA:
Milna
Die Siedlung an der Westküste von Brač erhielt ihren Namen zur Zeit der venezianischen Republik, als sie „Valle di mille navi“ (Tal der tausend Boote) genannt wurde. Die gastfreundlichen Buchten von Milna werden von allen Seefahrern, die auf norddalmatinischen Gewässern reisen, immer wieder gerne als Ankerplatz besucht. Milna gilt noch heute als der schönste und am besten abgeschirmte Hafen von Brač. Mit drei hochwertig ausgestatteten Marinas kann Milna auch anspruchsvollste Seeleute zufriedenstellen. Ihre lange und schöne Küste schmücken steinerne Häuser, kleine Meisterwerke der des volkstümlichen Baugewerbes. Eine herausragende Lage in der Mitte des Städtchens hat die barocke Kirche mit dem Typisch dalmatinischen Glockenturm. In ihrem Innern ist sie reich ausgestattet mit wertvollen Gemälden von venezianischen Meistern. Milna war zu seiner Zeit sehr bekannt für Schiffsbau und gerade hier entstand das typische dalmatinische Boot, Bracera genannt. In den noblen (na ja, und auch in den jetzt verlassenen) Häusern, die man entlang der Küste sehen kann, wohnten die gehören den Schiffseigentümern und Kapitänen. Am nördlichen Ende des Hafens befindet sich das renovierte Steinhäuschen, das früher den Laden der Mönche vom Kloster Blaca beherbergte und ihr Fenster zur Welt bedeutete.
Heutzutage ist Milna ein bekannter touristischer Mittelpunkt und ein beliebter Hafen für Segler. Seine Gäste werden bezaubert von ihren kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten, ihrer natürlichen Schönheit und dem überwältigenden Charme einer typischen kleinen dalmatinischen Stadt am Meer, aber auch durch die gesunde mediterrane Küche mit reichlich Fisch, erstklassigem Olivenöl und heimischen Weinen. Besucher können sich in Wassersport versuchen, in Tauchen, Segeln oder Fischen. Hotels, Villas und zahlreiche Apartements bieten Unterkünfte für sie. Diejenigen, die mehr auskundschaften möchten, werden begeistert sein von nahegelegen und verborgen Buchten, besonders von der Uvala Lučice, vom Hafen Bobovišće und seinem Dorf Ložišće, und eine Besonderheit von Milna ist auf jeden Fall die kleine Insel Mrduja, die sich beim Eingang in den Hafen befindet.

Ložišća
Das Städtchen Ložišća ist 2 km vom Meer entfernt. Trotz der Einflüsse der modernen Zeit konnte sie ihre originellen architektonischen Eigenschaften beibehalten.
Aus der Gruppe von aus Stein gebauten Häusern ragt der reich dekorierte Glockenturm empor, der im 19. Jahrhundert nach den Plänen des großen kroatischen Bildhauers Ivana Rendić gebaut wurde.

Bobovišća
Das kleine Stadt Bobovišća liegt unweit von Milna. Es ist geprägt von Häusern aus Stein und gepflasterten Gassen, in denen die Harmonie und Einfachheit der volkstümlichen Bauweise von damals bewahrt wurde.

Bobovišća na moru
Die Einwohner der mediterranen Städtchens Bobovišća am Meer beschäftigen sich mit Fischerei, Landwirtschaft und Tourismus.
Der mit Stein gepflasterte Hafen steht inmitten von steinernen Häusern, von denen ist am auffälligsten die Festung der Familie Gligo aus dem 18. Jahrhundert.
Neben dem Haus der Familie Nazor steht ein Denkmal, dem großen kroatischen Dichter Vladimir Nazor gewidmet.
In der Stadt und ihrer Umgebung gibt es wichtige archäologische Fundstätten der illyrischen und der griechischen Kultur.

Podhume
Die Ortschaft Podhume ist ein Paar Kilometer von Milna entfernt und entstand im 17. Jahrhundert. Bis vor kurzem war sie vollkommen verlassen, aber jetzt gibt es dort einige familiäre Betriebe, die sich mit Landwirtschaft und Tierhaltung beschäftigen.